News
Creos unterstützt integrierte Offshore-Netzentwicklung in der Nordsee
Hamburg, 26. Januar 2026 – Creos Luxembourg S.A., Luxemburgs Übertragungsnetzbetreiber, begrüßt die auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg von der Offshore TSO Collaboration (OTC) und ihren Mitgliedern vorgestellten Empfehlungen. Creos unterstützt die auf dem Gipfel vereinbarten Ergebnisse zur Stärkung der regionalen Planung, Kostenteilung und Finanzierung eines integrierten Offshore-Netzes, das das Offshore-Windpotenzial Europas erschließen könnte.
„Die Nordsee ist Europas grüne Energiequelle“, sagt Manon van Beek, CEO von TenneT Holding. Die Offshore-Windenergie in der Nordsee könnte beim Übergang Europas zu sauberer Energie eine wichtige Rolle spielen. Bis 2050 könnte die Region bis zu 1.000 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugen und damit rund 40 % des europäischen Strombedarfs decken. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Ländern sowie der Aufbau eines integrierten Offshore-Netzes erforderlich, um Offshore-Windparks effizient zu verbinden und grenzüberschreitende Vorteile zu erzielen. Die OTC empfiehlt deshalb den Übergang von isolierten nationalen „Punkt-zu-Punkt“-Verbindungen zu hybriden, multifunktionalen Verbindungen. Diese können Offshore-Windparks mit mehr als einem Land verbinden und das gesamte europäische Netz, einschließlich der Nordsee und der benachbarten Meere, stärken.
Obwohl Luxemburg über keine eigene Offshore-Infrastruktur verfügt, leistet es einen aktiven Beitrag zum OTC und ist derzeit das einzige Nicht-Gastland, das an der Zusammenarbeit beteiligt ist. Creos arbeitet im Rahmen des OTC mit elf anderen europäischen Übertragungsnetzbetreibern zusammen und unterstreicht damit die Rolle Luxemburgs bei der Entwicklung gemeinsamer europäischer Lösungen. Der OTC wurde 2022 ins Leben gerufen, um die Offshore-Ambitionen Europas in praktische, technisch fundierte Vorschläge umzusetzen und somit die in der Erklärung von Esbjerg (2022) sowie der Erklärung von Ostende (2023) festgelegten Ziele zu unterstützen.
„Als Importland hat Luxemburg ein starkes Interesse an einer koordinierten europäischen Offshore-Strategie, die eine effiziente Infrastrukturentwicklung, eine faire Kostenverteilung und langfristige Vorteile für alle teilnehmenden Länder gewährleistet“, sagte Laurence Zenner, CEO von Creos. „Luxemburg ist zwar kein Küstenland, aber unser Energiesystem ist eng mit dem unserer Nachbarn vernetzt.“
Creos hat die Arbeit der OTC unter anderem mit dem Expertenpapier IV zu Kostenteilung und Finanzierung unterstützt. In diesem Papier werden praktische Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Offshore-Infrastrukturen erörtert. In dem Papier werden transparente Ansätze betont, die Kosten und Systemvorteile in Einklang bringen, Investitionssicherheit bieten und die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Ländern erleichtern. Zudem wird der Wert einer frühzeitigen Einigung auf Kostenteilungsgrundsätze und der Einsatz flexibler Finanzierungsinstrumente unterstrichen, um Projekte schnell und kosteneffizient voranzubringen.
Das Engagement Luxemburgs für die Offshore-Zusammenarbeit zeigte sich auch auf politischer Ebene, als Premierminister Luc Frieden und der Minister für Wirtschaft und Energie, Lex Delles, am Nordsee-Gipfel in Hamburg teilnahmen.
Durch die Beteiligung an der OTC und weiteren europäischen Initiativen unterstützt Creos den Aufbau eines integrierten Offshore-Netzes in der Nordsee. Dieses ist ein wichtiger Bestandteil eines widerstandsfähigen, klimaneutralen europäischen Energiesystems. Es stärkt die Energiesicherheit und unterstützt die Energiewende in ganz Europa.
(Foto: Kati Jurischka; 50Hertz)
Pressemitteilung: Creos unterstützt integrierte Offshore-Netzentwicklung in der Nordsee
FINAL Expert Paper IV Offshore TSO Collaboration 'Balancing costs, benefits and risks'
Creos - Pressekontakt
Creos informiert die Medien regelmäßig durch Interviews mit Mitgliedern der Geschäftsleitung, Pressemitteilungen oder Pressekonferenzen. Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Kommunikationsabteilung.