Kohlenstoffarmer Wasserstoff wird eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, insbesondere bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen in der Industrie und im Schwerverkehr. Um diese Entwicklung zu begleiten, baut Luxemburg ein nationales Wasserstofftransportnetz auf.
Dieses künftige Netz wird einen sicheren und effizienten Transport von Wasserstoff zwischen den Produktionsstätten und den Verbrauchern ermöglichen. Es wird eine neue Energieinfrastruktur darstellen, die die bestehenden Netze ergänzt und die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft in Luxemburg und der Region unterstützt.
Mit Wirkung zum 1. Dezember 2025 wurde Creos Luxembourg Hydrogen S.A., eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Creos Luxembourg S.A., von der luxemburgischen Regierung offiziell zum nationalen Betreiber des Wasserstofftransportnetzes ernannt. In dieser Funktion ist Creos Hydrogen für folgende Aufgaben zuständig:
Aufbauend auf der anerkannten Expertise von Creos im Management kritischer Energieinfrastrukturen wird Creos Hydrogen einen strukturierten und transparenten Rahmen schaffen, der es Industrie- und Energieakteuren ermöglicht, mit langfristiger Perspektive in kohlenstoffarme Lösungen zu investieren.
Ein mit Europa verbundenes Netz
Das künftige luxemburgische Netz ist von Anfang an als vernetzte Infrastruktur konzipiert, die vollständig in die europäischen Entwicklungen integriert ist. In diesem Zusammenhang entwickelt Creos Hydrogen in Zusammenarbeit mit Fluxys Hydrogen in Belgien und Natran in Frankreich das Projekt HY4Link.
Dieser strategische Energiekorridor soll Luxemburg mit dem European Hydrogen Backbone (EHB), dem künftigen europäischen Wasserstofftransportnetz, verbinden und den grenzüberschreitenden Handel erleichtern. Diese Integration wird die Versorgungssicherheit stärken, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie fördern und Luxemburg als vollwertigen Akteur auf dem europäischen Wasserstoffmarkt positionieren.
Creos Hydrogen und NaTran werden ihre Kräfte bündeln, um ein miteinander verbundenes Wasserstoffnetz zu entwickeln, das Bouzonville (Frankreich) über Thionville mit Frisange im Süden Luxemburgs verbindet und an das Projekt mosaHYc angeschlossen ist. Diese grenzüberschreitende Verbindung zwischen Frankreich und Luxemburg ist der erste Schritt zum Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur im Süden Luxemburgs und umfasst ein Netz von etwa 40 km Länge.
In Zusammenarbeit mit Fluxys Hydrogen wird Creos Hydrogen eine Pipeline bauen, die Luxemburg über den Grenzübergang Bras (Belgien) mit dem Belgium Hydrogen Backbone verbindet. Ergänzt wird dieses Projekt durch den Bau einer Wasserstoffpipeline durch Luxemburg, die ein etwa 80 km langes Netz umfasst und Verbindungen nach Frankreich und Deutschland gewährleistet.
HY4Link spielt eine zentrale Rolle bei den Bemühungen zur Dekarbonisierung in Luxemburg und der Großregion, indem es verschiedenen Sektoren, z.B. der Industrie und dem Verkehr, den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf nachhaltigem Wasserstoff ermöglicht. Somit unterstützt das Projekt die Dekarbonisierungsbemühungen der Region insgesamt.
Ein wichtiger Pfeiler der Energiewende ist die Schaffung von nachhaltiger Entwicklung und Wachstum. HY4Link wird zu diesen Zielen beitragen, indem es nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten und Investitionen fördert, die zum langfristigen Wohlstand der gesamten Großregion beitragen.
Durch die grenzüberschreitenden Verbindungen zwischen Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg treibt HY4Link die weitere Integration der Großregion deutlich voran. So wird das HY4Link-Wasserstoffnetz Marktteilnehmer wie die Produzenten von grünem Wasserstoff direkt mit den Wasserstoffverbrauchern in der gesamten Region verbinden.
Wasserstoff ist ein Gas, das als Energieträger genutzt werden kann, ähnlich wie Strom oder Erdgas. Bei seiner Nutzung entsteht lediglich Wasser und kein CO₂, was ihn zu einer vielversprechenden Lösung zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen macht.
Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die CO₂-Emissionen in allen Sektoren reduziert werden. Wasserstoff kann dazu beitragen, bestimmte Aktivitäten zu dekarbonisieren, die schwer zu elektrifizieren sind, wie etwa die Schwerindustrie oder bestimmte Transportbereiche. Außerdem ist er ein wichtiger Teil der Ziele des integrierten nationalen Energie- und Klimaplans (PNEC) Luxemburgs, der die Energiewende beschleunigen soll.
Wasserstoff kann aus verschiedenen Energiequellen hergestellt werden. Wird er mithilfe erneuerbarer Energie erzeugt, beispielsweise aus Solar- oder Windenergie, spricht man von grünem Wasserstoff.
In diesem Fall wird Wasserstoff in der Regel mit einem Elektrolyseur erzeugt, einer Anlage, die mithilfe von Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Dieses Verfahren, die sogenannte Elektrolyse, ermöglicht die Produktion von Wasserstoff ohne direkte CO₂-Emissionen, wenn der verwendete Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.
HY4Link ist ein Infrastrukturprojekt zur Entwicklung einer Wasserstofftransportverbindung zwischen Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland. Es wird dazu beitragen, die Region an das zukünftige europäische Wasserstoffnetz anzuschließen.
Das Projekt wird Luxemburg an den European Hydrogen Backbone (EHB), das zukünftige europäische Wasserstofftransportnetz, anschließen und den Zugang zu dieser sauberen Energie für Industrie und Wirtschaft erleichtern. Diese Integration wird die Versorgungssicherheit stärken, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung unterstützen und Luxemburg als Akteur im zukünftigen europäischen Wasserstoffmarkt positionieren.
Das Projekt wird von Creos Luxembourg Hydrogen in Partnerschaft mit Fluxys Hydrogen in Belgien und NaTran in Frankreich entwickelt. Diese Betreiber von Energieinfrastrukturen arbeiten zusammen, um ein grenzüberschreitendes Wasserstoffnetz zu entwickeln, das die Großregion mit dem zukünftigen europäischen Netz verbindet. Darüber hinaus entwickeln NaTran und Creos Deutschland auch das Projekt mosaHYc zwischen Frankreich und Deutschland. Langfristig werden HY4Link und mosaHYc miteinander verbunden sein und so zur Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur im Herzen der Großregion beitragen.
Im Rahmen des Projekts HY4Link ist eine Wasserstoffpipeline durch Luxemburg mit zwei Abschnitten vorgesehen.
Ab dem Grenzpunkt Frisange an der französischen Grenze ist eine Trasse von etwa 40 km vorgesehen, um die Industriegebiete im Süden Luxemburgs an das zukünftige Wasserstoffnetz anzuschließen. Eine weitere Trasse verbindet den Grenzpunkt Bras an der belgischen Grenze mit Frisange über eine Strecke von etwa 80 km und durchquert das Land von Norden nach Süden.
Derzeit laufen Studien, um die geeignetsten Trassen zu ermitteln, wobei technische, ökologische und territoriale Kriterien berücksichtigt werden, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.
Wie viele Energieformen muss auch Wasserstoff mit Vorsicht gehandhabt werden. Er ist entzündlich, wird jedoch seit vielen Jahren sicher in der Industrie eingesetzt, und die Infrastrukturen werden nach strengen technischen und sicherheitstechnischen Normen ausgelegt.
Die Pipelines werden kontinuierlich überwacht und regelmäßig kontrolliert, um mögliche Anomalien zu erkennen und einen sicheren Betrieb des Netzes zu gewährleisten. Außerdem ist Wasserstoff ein sehr leichtes Gas, das sich schnell in der Luft verteilt, wodurch Risiken im Falle eines Lecks reduziert werden.
Vor jeder Bauphase werden umfassende Umweltstudien durchgeführt, um mögliche Auswirkungen des Projekts auf Fauna, Flora, Landschaften und Anwohner zu bewerten. In diesem Rahmen muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäß der luxemburgischen Gesetzgebung durchgeführt werden. Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und gegebenenfalls zum Ausgleich von Auswirkungen sind vorgesehen, um die Umwelt zu schützen und die Auswirkungen des Projekts zu begrenzen.
Das Projekt HY4Link erhielt im November 2025 den Status eines Project of Common Interest (PCI) der Europäischen Union, wodurch der Zugang zu Finanzierungen und Genehmigungsverfahren erleichtert wird. Die nächsten Schritte umfassen die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sowie die Genehmigungsverfahren, bevor eine Bauphase beginnt und die Inbetriebnahme zwischen 2032 und 2034 vorgesehen ist.
Press release - 3.12.2025 - HY4Link hydrogen corridor awarded EU Project of Common Interest status
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Communiqué de presse - 20.06.2024 - HY4Link: un projet d’infrastructure transfrontalière de transport d’hydrogène pour accélérer la décarbonation en France, en Belgique, au Luxembourg et en Allemagne
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Press release - 20.06.2024 - HY4Link: integrated cross-border hydrogen infrastructure project to accelerate decarbonisation in the Belgium-Luxembourg-Grand Est-Saarland Region
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